UM DIE WELT HONIG

Imkerei David Hohmann

Symbiose


Symbiosen bilden sich immer dann, wenn es im Verband leichter ist, bestimmte Dinge zu erreichen. Von einer Symbiose zwischen Tieren und Pflanzen profitieren wir Menschen ganz besonders: dem Tauschgeschäft der Bienen mit den Blumen. Die Honigbienen besuchen die Blüten, bekommen dafür Nektar und bestäuben nebenbei die Blumen. Bienen tragen wesentlich zur Vielfalt und Fruchtbarkeit unserer Landschaften bei. Cirka 85% der Bestäubung übernehmen die Bienen. Der Nutzen der Biene für den Menschen ist daher kaum berechenbar. Wahrscheinlich würde der Mensch ohne die Biene nicht existieren.
Die Biene ist um einige Millionen Jahre älter als der Mensch. Aber auch das Verhältnis zwischen Biene und Mensch kann eine Art Symbiose sein. Es steht außer Zweifel, dass das Bienensterben und Völkerverluste menschengemacht sind. Heute sind die Bienen stark bedroht. Sie überleben nur noch in der Obhut und Pflege des Menschen. Die Pflege der Honigbiene gehört zu den Kulturaufgaben des Menschen, ohne den Imker wäre die Honigbiene in weiten Teilen der Erde nicht mehr vorhanden. Die Biene ist aufgrund ihrer Lebensweise kein normales landwirtschaftliches Nutztier, aber der Imker sorgt für eine stabile sichere Behausung und wenn nötig auch für die Gesundheit des Bienenvolks. Dafür erntet er die begehrten Produkte der Bienen. Die Gesundheit der Bienenvölker hängt zu einem beträchtlichen Teil von der imkerlichen Praxis ab. Die Symbiose zwischen Biene und Mensch verlangt eine artgerechte und nachhaltige Bienenhaltung und keine Massentierhaltung. Nicht der maximale Honigerwerb steht bei meiner Bienenhaltung im Vordergrund, sondern das Imkern im Einklang mit den Bedürfnissen der Bienen.
Um dies zu unterstützen, meide Honigmischungen aus Eu- und nicht Eu-Ländern. Grundsätzlich ist dies kein schlechter Honig, aber da es sich bei den angebotenen Honigmischungen meistens um Honig aus riesigen Imkereien handelt, ist eine artgerechte und nachhaltige Bienenhaltung meist nicht gewährleistet. Unterschiedlich sind auch die Regelungen im Umgang mit Antibiotika sowie die Verunreinigungen durch Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen. Oft wird dieser Honig auch nach der Ernte maschinell getrocknet, was zu Verlusten an Geschmacks- und Inhaltsstoffen führt. Honig kann man problemlos importieren, die Bestäuberleistung bei uns vor Ort aber nicht. Diese ist aber essentiell für den Erhalt unser Artenvielfalt und für ertragsreiche Ernten.
Wer mehr über die Herkunft und die Inhaltsstoffe seines Honiges wissen möchte, sollte diesen direkt vom Imker seines Vertrauens beziehen. Gerade in Großstädten ist der nächste Imker meistens nur wenige Schritte von deiner Wohnung entfernt.
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Bienen stiften Beziehungen und schulen.
Dadurch wird sich das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt ändern.
© David Hohmann